03/07/2013

Das Pizzarezept, die Twitterliste und die Informationsversorgung

Kürzlich gab es wieder eine interessante Fachdiskussion über die Beschaffung von gesundheitsrelevanten Informationen im Internet. Hierbei ging nicht nur um die Steigerung der individuellen Gesundheitskompetenz, sondern auch darum, wie Organisationen und Experten zu relevanten Informationen unter Verwendung von Social Media Anwendungen kommen können.

Es zeigt sich sehr schnell, dass einerseits diese Anwendungen von österreichischen Experten kaum genützt werden und andererseits dass trotz selektiver Auswahl der gewählten Informationsquellen, beispielsweise Twitter (hierbei folgt man selbst den Kurznachrichten von selbst ausgewählten Personen) in kurzer Zeit zu viele Informationen dargestellt werden.

 

 

Die Verwendung von Listen unter Twitter

Twitter kann uns aufgrund verschiedener Vorteile ständig mit aktuellen Informationen versorgen.

Die Vorteile von Twitter kurz zusammengefasst:

  • aktuelle Informationen zu sammeln
  • sich zeitnah mit „Gleichgesinnten“ zu treffen
  • Ideen zu tauschen und von anderen zu lernen
  • sein eigenes Netzwerk aufzubauen
  • über Ländergrenzen hinweg mit Experten in Kontakt zu treten
  • weil es keine Hierarchien und Zeitbeschränkungen gibt
  • weil es kostenlos, einfach und schnell zugänglich ist
  • um für ein wichtiges Thema einzutreten

 

Diese Vorteile ergeben sich aber nicht von selbst. Sie, als aktiver Nutzer dieses Mediums, sind selbst gefordert diese Vorteile zu aktiv nützen. Von selbst ergeben sich diese nicht! Ich möchte Ihnen heute dazu eine Möglichkeit vorstellen, wie Sie zumindest als Twitter-Anfänger diese Vorteile besser nützen können.

 

Zur besseren Veranschaulichung habe ich mir folgenden Vergleich bzw. folgendes Beispiel überlegt.

Das Pizzarezept

Gehen wir davon aus, dass Sie Ihre eigene Pizza zubereiten wollen. Dazu verwenden Sie als ungeübter Pizzabäcker ein von Ihnen selbst gewähltes Rezept. Möglicherweise haben Sie dieses sogar im Internet gefunden und ausgedruckt. Zumeist sind die Rezepte sehr einfach geschrieben und die Umsetzung somit einfach. Hier hat sich bereits im Vorfeld eine andere Person Gedanken gemacht und somit für Sie ein entsprechendes Produkt (Rezept) vorbereitet.

 

Listenverwaltung unter Twitter

Ähnlich verhält es sich jetzt mit Ihrem Zugang zu vorgefilterten Informationen. Wie bereits in der Einleitung angesprochen, werden wir durch die Vielzahl der möglichen Informationskanäle mit einem Überangebot an Informationen versorgt. Bei Twitter ist das nicht anderes, dort besteht eine „Information“ zwar nur aus maximal 140 Zeichen, trotz allem können viele Kurznachrichten („Tweets“) auch eine Belastung bzw. einen erhöhten Zeitaufwand darstellen.

 

Hilfe versprechen hier sogenannte Listen. Wenn Sie Twitter benützen, so folgen Sie eigentlich den Nachrichten der von Ihnen ausgewählten Nutzer („Following“). Diese Nutzer können Organisationen oder Personen sein.

 

Nehmen wir auch hier folgendes Beispiel an: Sie folgen sechs Organisationen: Die ersten beiden Organisation sind im Bereich der Gesundheit tätig, die zwei im Diskont-Handel und die letzen beiden Organisationen sind Sportvereine. Sie haben nun die Möglichkeit, diese Nutzer in für Sie passende Gruppen einzuteilen. Sollten Sie nun Informationen zu Ihren Sportverein beziehen wolle, dann sind für Sie zu diesem Zeitpunkt wahrscheinlich die angebotenen Informationen des Diskont-Handels unwichtig. Damit Sie die Vereinsnachrichten übersichtlicher überblicken können, empfehle ich Ihnen das Anlegen von Listen, also die Kategorisierung derjenigen Personen/Organisationen die thematisch zusammen passen. Wählen Sie dann die für Sie relevante Liste „Sport“ (Kategorie) an, so erhalten Sie nur diese Tweets angezeigt.

 

Als ungeübter Twitter-Anwender müssen Sie diese Listen nicht selbst anlegen, sondern können diese beispielsweise von anderen Ihnen vertrauenswürdigen Personen/Organisationen übernehmen.

Wie das funktioniert, zeige ich Ihnen am Beispiel der WHO (@WHO)

Twitter-User WHO

 

Unter Verwendung von Tweetdeck (kostenloses App im Play Store) erhalten Sie nach der Anwahl des Twitter-Nutzers „@WHO“ folgendes Bild. Nach den Buttons für TWEETS, MENTIONS gibt es den Bereich LISTS.

 

Nachdem Sie auf LISTS gedrückt haben, erscheint folgendes Bild.

Twitter Liste

 

Sie sehen, dass die WHO folgende Nutzer-Klassifizierungen vorgenommen hat: „Docs, HCWs, eHealth, Global Health, …

 

Interessieren Sie sich beispielsweise für „Docs, HCWs“, dann fügen Sie durch „Add Column“ diese Liste Ihrer Übersicht hinzu. Nachdem das nur ein Beispiel war, wird sich Docs, HCWs nicht unbedingt mit Ihren Interessen decken. Achten Sie bei anderen Personen auf deren öffentlich zugänglichen Listen und abonnieren Sie diese kostenlos. Je länger Sie selbst Twitter nutzen, desto leichter wird es für Sie, eine eigene Liste zu mit relevanten Nutzern zu erstellen. Diese können Sie wiederum anderen Personen frei zugänglich machen oder mittels Einstellungen privat halten.

 

Natürlich bietet auch das einfache Twitter-Tool die Möglichkeit Listen von Nutzern einzusehen und zu abonnieren.

 Twitter Liste (Ori)

 

Anmerkung zur Homepage

Das Impressum wurde um den Punkt „Offenlegung im Sinne der Transparenz“ erweitert. Ich, Alexander Riegler, stand und stehe bei der Erstellung meiner Texte in keinem Interessenskonflikt. Sollten Sie dein Eindruck haben, dass ein Text Anzeichen einer Verfälschung jeglicher Art hat, so teilen Sie mir das bitte mit und ich werde den Beitrag korrigieren oder von der Seite entfernen.

 

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Letzte Änderung am 29/06/2014

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